20. November 2012

Nussknacker - Nüsse - Backtraditionen

Der Holznussknacker gehört im Erzgebirge seit Ende des 19. Jahrhunderts zur Weihnachtstradition. Warum das so ist und was das mit dem Bergbau (und seinem Niedergang um 1800 zu tun hat) verrät Euch sicher ein Besuch im Nussknackermuseum Neuhaussen.
Beim nächsten Schneckenstammtisch  am 7.12. wollen wir uns etwas genereller mit Nüssen und ihrer Verwendung in Küche und weihnachtlicher Backstube beschäftigen. Klären wollen wir dabei auch die letzten ungeklärten Fragen rund um die Nuss:


  • Was sind eigentlich alles Nüsse? Gehören Hasel-, Wal-, Kokos- und Erdnuss wirklich alle dazu?
  • Welche Nüsse fanden und finden in der Tradition unserer Region eine Verwendung in Küche, Keller und Backstube?
  • Welche heimischen Nussrezepte können wir anderen empfehlen. Der Bogen spannt sich dabei vom Bucheckernöl über Walnusspesto hin zu Mandelgebäck und Haselnusslikör? 
  • Lebkuchen, Marzipan,.... alles undenkbar ohne Nüsse
Wir sind auch gespannt auf Eure Ideen!

11. November 2012

Backe, backe Brötchen

"46 000 Tonnen fertigen Brotes werden jährlich tiefgekühlt nach Deutschland importiert - in der Regel als Teiglinge aus Osteuropa." Mit dieser Aussage aus einem Interview mit Bernd Kütscher (Leiter der Akademie des Deutschen Bäckerhandwers) überraschte in dieser Woche Der Feinschmecker seine Leser. Gleichzeitig sollten in einer Beilage die 600 besten Bäcker Deutschlands getestet werden.
Mischbrot der Bäckerei Fiedler aus Einsiedel im Erzgebirge
Gute Idee! - erstaunlich dünn sind dann allerdings die Seiten Sachsens und der übrigen östlichen Bundesländer in der fertigen Publikation. Gibt es hier bei uns etwa keine guten Bäcker mehr? Zeitgleich berichtet die Zeit in ihrer gedruckten und virtuellen Ausgabe über die neue Front im Bäckerkrieg. Demnach kämpfen immer mehr kleine Betriebe ums nackte Überleben und werden von den Backautomaten der Discounter über den Preis an die Wand gedrückt.

Was zeichnet einen guten Bäcker aus? Der Genussführer von Slow Food fordert:

  • Gute (Rezepturen aus der Region und Traditionelle Herstellungsverfahren), 
  • Saubere (handwerkliche Herstellung ohne künstliche Aromen und genmanipulierte Rohstoffe) und 
  • Faire (Partnerschaft mit regionalen Erzeugern z.B. Bauern und Mühlen sowie Verbrauchern) Produkte.

Eigentlich etwas was auch bei uns Verbrauchern ankommt und so von uns gewünscht wird. So etwas sollte es auch in unserer Region noch geben. Informiert uns über Eure Lieblingsbäcker, die diese Kriterien erfüllen.

Ein Schwerpunkt der Arbeit in unserem Convivium wird im nächsten Jahr die Suche nach "Slow-Produzenten" sein. Einer unserer Stammtische 2013 wird sich daher auch mit dem Thema Getreide etwas näher beschäftigen. Natürlich freuen wir uns auch über Interessenten, die uns als Mitglieder unterstützen und bei den Tests von Produzenten und Restaurants aktiv helfen wollen.

3. November 2012

Regional und/oder Bio...

... können auch manchmal ein Widerspruch sein. Im netten Gespräch mit Herrn Weber haben wir einen Einblick in die Zwänge und Möglichkeiten eines Produzenten bekommen. So steht auf dem Schönberger Geflügelhof Weber entsprechend der Firmenphilosophie das Tier und seine Ansprüche im Vordergrund.
Slow Huhn unseres jüngsten Convivien-Mitgliedes
Wirtschaftliche Zwänge bestimmen aber u.a. auch die Auswahl der Futtermittel und so schlägt sich zum Beispiel ein kompletter Verzicht auf genetisch veränderte Futterpflanzen dann auch im Preis der Geflügelprodukte nieder und nicht alle Kunden wollen das akzeptieren... 
Bei der Diskussion der Vermarktungsstrategien wurde der Wunsch der Mitglieder unserer Tafelrunde deutlich, einen besseren Zugang zu regionalen Lebensmitteln zu bekommen. Erste gute Beispiele von Handelsketten wurden angesprochen und Tips für den Einkauf gegeben.
Im Anschluss an unsere Gesprächsrunde startete die Verkostung der Produkte des Geflügelhofes und der Kreationen des Restaurants Bock. Favorit bei den unmittelbaren Produkten war das Geflügelsauerfleisch und die Küche bot von geräucherter Gänsebrust, klassischer Eierflockensuppe über Maishähnchenrouladen bis hin zur Ente mit Rotkraut und Wickelklößen eine breite Palette heimischer Rezepte auf Geflügelbasis.  

1. November 2012

Im Gespräch mit den Produzenten

Für unseren Stammtisch hat sich Besuch angekündigt. Im Rahmen unserer Veranstaltung am morgigen Freitag können wir den Dialog mit Herrn Weber vom Schönberger Geflügelhof suchen und Wissenswertes zum Thema Geflügelhaltung und Eierproduktion aus erster Hand erfahren. Vielleicht auch eine gute Möglichkeit bereits jetzt das weihnachtliche Festtagsmenü zu überdenken und zu planen.
Natürlich wird dabei nicht nur gegackert sondern auch - wie immer - wieder ausgiebig verkostet...!
Wer noch Interesse hat und sich noch nicht angemeldet hat, es sind noch ein paar Plätze im Hotel Bock verfügbar.

Keine Gesprächsthemen? Hier ein paar Anregungen für weitere Fragen:
  • Wie Slow darf es eigentlich sein oder wann ist Geflügel wirklich gut, sauber und fair? 
  • Genügt es, Bio-Hähnchenschenkel zu kaufen oder doch lieber das Huhn vom Direktvermarkter aus der Region? 
  • Wen ich schon das teure Huhn kaufe, was mache ich dann damit?
Dem letzten Thema Verwertung kleiner Tiere widmet sich übrigens ein Artikel des Conviviums Mainfranken Hohenlohe.