6. Dezember 2012

Annaberger Niklaszöpfe

Der heilige Nikolaus (als Schutzpatron aller Reisenden) sollte eigentlich gemeinsam mit den anderen Heiligen im Rahmen der Reformation im sächsischen Erzgebirge abgeschafft werden. Wegen seiner schon damals großen Beliebtheit bei Kindern "überlebte" er aber (gemeinsam mit dem heiligen Martin) die Wirren des erzgebirgischen Mittelalters bis in unsere Tage und auch hier putzen die Kinder am Abend vor dem Nikolaustag ihre Schuhe um darin am nächsten Tag kleine Geschenke zu finden.
Die Tradition von Backwaren zu Geschenkzwecken geht wohl auf die Zeit vor 1600 zurück. Noch heute backen die Bäcker in Annaberg und Umgebung die Annaberger Niklaszöpfe und verkaufen diese auch in diesem Jahr sicher wieder auf dem Annaberger Weihnachtsmarkt.

Dass der Niklaszopf einer der Vorläufer zum Erzgebirgischen Christstollen war, erfährt man auch im schönen neuen Buch des Chemnitzer Verlags: Die Geschichte des Weihnachtsstollens (kleiner Geschenktip zum Fest)
Die Unterschiede des Erzgebirgischen zum Dresdner Christstollen erzählen wir Euch aber vielleicht ein anderes Mal.

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