19. Dezember 2013

Weihnachtsgrüße und Neujahrswünsche

Liebe Freunde, Mitglieder und Unterstützer des Slow Food Conviviums Südwest-Sachsen!

Ein ereignisreiches Jahr neigt sich bald seinem Ende entgegen. 2013 durften Sie uns vor Ort oder virtuell in unserem Blog auf unserer Genussreise durch das Jahr begleiten. Wir haben viel Neues entdeckt und gelernt und alte handwerklich-kulinarische Traditionen beleuchtet und diskutiert. Inzwischen ist bei vielen von uns die Vorbereitung auf das Weihnachtsfest in vollem Gange und nicht nur in der Küche dampfen jetzt bei uns die Töpfe. Wir wünschen Ihnen und Euch auf diesem Weg ein Fröhliches und Genussreiches Weihnachtsfest sowie einen gelungenen Start ins Neue Jahr!

Wir freuen uns schon jetzt auf viele interessante Veranstaltungen im Neuen Jahr! Zunächst gönnen wir uns aber eine kleine Auszeit und begrüßen alle Interessenten zum nächsten Stammtisch am ersten Freitag im Februar.



15. November 2013

Whisky verstehen - eine etwas andere Betrachtungsweise

Terroir kennt der Geniesser eigentlich aus der Weinwelt. Der Begriff bezeichnet die natürlichen Einflüsse eines landwirtschaftlichen Gebietes. Der Begriff eignet sich damit auch zur Abgrenzung eines regionaltypischen Charakters. Erstmals wurde der Begriff in der Whiskywelt von der schottischen Destillerie Bruichladdich genutzt, um den Einfluss von Anbaumethoden und Getreidesorten auf Whisky zu beschreiben.  
Da wir bei Slow Food bekanntlich großen Wert auf Regionalität bei hoher Qualität ohne Zusätze legen, bietet uns diese Brennerei zusätzlich das Versprechen keine Zusatzstoffe (wie Zuckercolour) für die Produktion zu verwenden.

Wie groß nun der Einfluss  des Terroirs wirklich ist, wollen wir anlässlich unseres nächsten Schneckenstammtisches  am 6. Dezember 19:00 im Restaurant Bock inLimbach untersuchen. 
Dabei vergleichen wir die Gerstensorten Bere und Chalice von unterschiedlicher Herkunft (Islay und schottisches Festland). Zusätzlich beschäftigen wir uns ein wenig mit Mälzerei (Torf!) und Fassmanagement (Sherry) als wichtige traditionelle Geschmackskomponenten des Whiskies und gehen auf 2 häufige Probleme der Flaschenabfüllung  von Whisky (Kühlfiltrierung und Färbung)näher ein und beleuchten diese aus unserer Sicht.
Im Rahmen dieser Verkostung testen und vergleichen wir 6 Drams
  • Organic 2.10
  • Islay Barley 2006/2012
  • Bere Barley 2006/2012
  • Sherry Classic (gereift in Fässern der Bodega Fernando de Castilla!!!)
  •  Port Charlotte 10 - Heavily Peated
  • Jim Mc Ewans Symphony No.1 (in Deutschland nicht erhältlich)

Für die Teilnahme an diese Verkostung berechnen wir 28€ . Wer möchte, bringt sein eigenes Whisky-Tastingglas mit (kein Tumbler). Zusätzlich verwöhnt uns die Küche des Restaurants wieder mit kuliniarischen Köstlichkeiten a la card. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Teilnahme nach Reihenfolge der Anmeldungen über den Veranstaltungslink.

2. November 2013

Brotbacken mit Plötz

Auf diesen Abend hatten wir uns schon lange vorgefreut! Wir backen Brote und Brötchen mit einem erfahrenen Hobbiebäcker und Brotblogger im Erzgebirge. Gemeinsam mit dem Team der Rathaushotels hatte Plötz alles für uns vorbereitet, denn ein gutes Brot braucht Zeit zur Entwicklung!

Anstellgut, Sauerteig, Rundschleifen, Kochstück, Teigführung, Kneten, Backleinen,.... - wir haben eine Menge gelernt und Tips zum Brot auch über das eigentliche Backen hinaus bekommen: Wie lagere ich Brot richtig? Woran erkenne ich ein gutes Brot? Baguettes und ihre Porenstruktur.... - es gibt eigentlich fast nichts worauf wir keine Antwort bekommen haben. Einig waren wir uns auch: ein Abend allein ist viel zu kurz dafür! Wer sich ernsthaft mit Brot und allen Fragen ums Backen beschäftigen möchte, dem empfehlen wir unbedingt einen Blick in das ausführliche Grundlagenbuch, den Besuch seines Blogs oder für das direkte Training einen Wochenendkurs in Oberwiesenthal.

Noch einmal ein großes und dickes DANKESCHÖN an Lutz und die Rathaushotels!

15. Oktober 2013

Slowes Brotbacken für Einsteiger

Brote backen für Einsteiger - auf diesen Höhepunkt des Jahres freuen wir uns schon länger! In der Küche der Rathaushotels findet zu unserem Novemberstammtisch der Brotbackkurs mit dem Referent „Plötz“ Lutz Geißler statt. Er legt besonderen Wert auf die traditionelle Brotbackkunst ohne chemische Hilfsmittel. Seine Backergebnisse und Rezepte veröffentlicht er regelmäßig auf seiner Internetseite www.ploetzblog.de, die sich zur umfangreichsten und meistbesuchten privaten Brotbackseite im deutschsprachigen Internet entwickelt hat. Im Juli 2013 ist sein Grundlagenbuch „Das Brotbackbuch“ erschienen, welches Herr Geißler uns in Oberwiesenthal auch vorstellt (und sicher auf Wunsch auch signiert).


Erfahren Sie viele Informationen über Brot und die Herstellung und Zutaten von Backwaren. Es werden selbständig verschiedene Brote und Brötchen hergestellt, welche im Anschluss beim gemeinsamen Abendessen verzehrt werden.
Sie werden von Ihren selbstgebackenen Broten begeistert sein, denn frischer und gesünder geht es nicht! Am Ende Ihres Brotbackkurses werden Sie merken, dass es ganz einfach ist, sein eigenes Brot zu backen!
Das freundliche Team der Rathaushotels hat uns auch diesmal ein Angebot mit einer Übernachtung zusammengestellt. Da die Kapazität dieses Kurses auf 12 Personen begrenzt ist, sind diesmal Buchungen nur über info@rathaushotels.de oder 037348/1290 möglich. Bitte dabei unbedingt den Buchungscode „Slow Food“ angeben.

1. Oktober 2013

Haltbarmachen, Konservieren - wie Slow ist das eigentlich?

"Frische vom Erzeuger (oder vom Wochenmarkt)", "Saisonale Ernährung" versus Pökeln, Einlegen oder gar Frosten. Ein kontroverses Thema für uns, die wir die Frische und Qualität von Lebensmitteln schätzen. Anders als viele Bewohner Italiens müssen die Menschen in eher nördlich geprägten Landschaften mit zeitweiliger Unterbrechung der Nahrungsquellen aus dem Garten leben. Gerade in den Kammlagen des Erzgebirges schafft es das meiste Obst nicht bis zur Reife. Äpfel, Birnen oder Kirschen sucht man daher oft vergebens in den Gärten des Gebirges. Diese Gegebenheiten führten allerdings auch zur Perfektionierung von Verfahren der Konservierung. Sauerkraut oder auch die vielen Wurstsorten in Deutschland sind sicher ein Ausdruck dieser Umstände.

Am kommenden Freitag (4. Oktober) wollen wir uns daher einmal mit den traditionellen Methoden des Haltbarmachens beschäftigen. Wir treffen uns um 19.00 im Restaurant des Hotels Bock in Limbach um über traditionelle Methoden zu diskutieren und dabei auch wieder die Küche des Restaurants zu geniessen. Eingeladen sind wieder alle (egal ob Mitglieder, Freunde oder Interessenten) über ihre "Geheimrezepte" zu diskutieren.
Wo finden wir noch traditionelle Wurstspezialitäten? Wie macht man eigentlich Pflaumenmus? Brüheinlagen ohne Maggie - wie soll das ganzjährig und regional funktionieren? Auf all diese Fragen versuchen wir am Freitag eine Antwort zu finden. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr uns besucht und auch ein paar eigene Ideen mitbringt. Die Küche freut sich wie immer über eine vorherige Anmeldung.

19. September 2013

Dresden rettet Obst und Gemüse - Aktionstag von Slow Food Deutschland in Dresden

82 Kilogramm Essen wirft jeder Deutsche pro Jahr weg. Traurige Spitzenreiter im Müll sind Obst und Gemüse mit 44 Prozent. Slow Food Deutschland protestiert gegen diese Verschwendung von Lebensmitteln und rettet am 28. September in Dresden Karotten, Kartoffeln und andere Gemüsesorten.
Wer sich mit uns gemeinsam gegen die Verschwendung der Lebensmittel einsetzen möchte, ist dazu herzlich eingeladen. Bereits ab Freitag wird das Gemüse eingesammelt und dann am Samstag auf der Prager Strasse gemeinsam mit Wam Kat und der Fläming Kitchen geschnippelt und zubereitet. Alle Details zur Veranstaltung gibt es bereits jetzt auf den Seiten von Slow Food Deutschland.

7. September 2013

Genussführer zu Rauchemad und Buttermilchgetzen


Als drittem Restaurant unseres Conviviums konnten wir zu unserem September-Stammtisch die Urkunde und das Genussführersiegel an den Gasthof Schachtelhalm überreichen. Von der hochwertigen und traditionell erzgebirgischen Küche konnten sich die Teilnehmer des Stammtisches vor Ort überzeugen. Neben dem regionaltypischen Rauchemad wurden Buttermilchgetzen, Rauchfleischsuppe sowie klassische Bratengerichte serviert. Nicht nur die Küche, sondern auch das gemütliche Ambiente bei einem Schwätzchen mit dem Wirt lassen die Sorgen des Alltages vergessen und führen zurück in eine fast schon vergessene Wirtshauskultur des mittleren Erzgebirges.





3. September 2013

Genuss im mittleren Erzgebirge

Der Sommer neigt sich zu Ende und die ersten Blätter färben sich bunt. Höchste Zeit für uns mit unserer Herbstrunde der Schneckenstammtische zu starten. Wie wir Euch bereits im letzten Beitrag  versprochen haben, beginnen wir am Freitag dem 6.September 18:00 im Gasthof Schachtelhalm in Elterlein.
Neben einer regionalen Küche erwartet uns mit regionaler Bauernmalerei, sowie Posamenten und Perlenarbeiten auch ein Einblick in die regionale Handwerkskunst. Wir freuen uns auf den Besuch und laden wie immer alle Mitglieder und Gäste des Conviviums dazu ein, sich für diesen Abend in einem unserer Genussführerrestaurants anzumelden.

19. Juli 2013

Südwestsachsens Schneckenstammtische Rück- und Ausblick

Erinnert sich noch jemand an die kleinen Päckchen, welche es zum Stammtisch in der Topfmarktscheune in Burkhardtsdorf gab? Wir haben den Inhalt mal ein wenig mit Erde bedeckt und erfreuen uns jetzt dieser alten erzgebirgischen Nutzpflanze in unserem Garten.


Natürlich haben wir uns auch bereits jetzt ein paar Gedanken zu den Themen der Herbststammtische gemacht und stellen daher heute einmal unsere Pläne ein wenig genauer vor. Damit erleichtern wir all denen, die es bisher terminlich nicht bis zu uns geschafft haben (aber schon immer mal vorbeikommen wollten) ein wenig die Planung.
  • Am 6. September 18:00 beginnen wir den Herbst im Erzgebirge und besuchen endlich einmal unser 3. Genussführerrestaurant. Im Gasthof Schachtelhalm in Elterlein machen wir uns vertraut mit traditionellen erzgebirgischen Gerichten.
  • Am 4. Oktober 19:00 beschäftigen wir uns im Restaurant Bock in Limbach mit traditionellen Konservierungsverfahren. Einlegen-Einkochen-Einsalzen und vielleicht auch ein wenig Pökeln und Räuchern. Den genauen Ablauf geben wir im September noch bekannt.
  • Am 1. November 19:00 begrüßen wir in den Rathaushotels in Oberwiesenthal den Macher von Plötzblog. Gemeinsam wollen wir dann dort Brot und Brötchen backen und verkosten. Der Autor des Brotbackbuches wird uns Einblicke in die Brotbackkunst geben (und natürlich bei Interesse auch sein Buch signieren)
  • Am 6. Dezember 19:00 planen wir im Restaurant Bock den Jahresabschluss mit einem Whiskytasting. Es werden 6 Whiskies der schottischen Extraklasse verkostet, deren Erzeugung alle den strengen Vorgaben von Slow Food entspricht. Genauere Details zum Inhalt und den Preisen werden wir wahrscheinlich im Oktober bekannt geben. Soviel aber bereits jetzt: Dieses Tasting wird es so nie wieder geben können und die Plätze der Teilnehmer ist limitiert und diesmal nur mit einer Voranmeldung möglich.
Da Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist, wünschen wir Ihnen und Euch einen schönen Sommern und freuen uns auf noch viele weitere Treffen.

28. Juni 2013

Sonnenzeit - Genüsse aus der Sommerküche


Bevor wir uns ein wenig in den Urlaub verabschieden, treffen wir uns am 5.Juli alle noch einmal im Restaurant Bock in Limbach-Oberfrohna um ein wenig über Sommerküche zu plaudern.  Zur besseren Planung bitten wir wieder um eine Voranmeldung.
Die Spargelzeit ist vorbei und die Pilzsaison hat noch nicht begonnen - welche kulinarischen Genüsse bietet uns der Sommer? Eingeladen sind wie immer neben unseren Mitgliedern auch alle Interessenten und Gäste um mit uns gemeinsam über eine Slow Food Sommerküche zu fachsimpeln. Dabei dürfen natürlich auch leckere Sommergetränke nicht fehlen. Verratet uns doch schon jetzt einmal Euer Sommergetränk 2013! In den letzten Jahren dominierte ein gewisser HUGO


10. Juni 2013

Mutzbraten und Christstollen...


... werden selten zusammen serviert. Dennoch gibt es eine interessante Übereinstimmung: Die "Originalrezepte" der Gewürzmischungen sind streng gehütete Familiengeheimnisse, die meist vom Vater auf den Sohn weitergegeben werden. Hier enden aber bereits die Gemeinsamkeiten und die Unterschieden beginnen:

  • Während der Christollen sächsischer Herkunft ist, handelt es sich beim Mutzbraten ursprünglich um eine ostthüringische Spezialität (die allerdings heute bis nach Südwestsachsen ausstrahlt) 
  • Der Mutzbraten ist immer ein archaisches Spiel mit dem Feuer (und daher vorwiegend wie das Grillen eine Männerdomäne) während der Stollen traditionell meist von Frauen gefertigt wurde
  • die Saisonalität beider Gerichte schliesst die direkte Menüfolge nahezu aus.
Das Convivium Südwest-Sachsen dankt Familie Sikorski für einen gelungenen Abend bei leckerem Essen mit viel Wissenswerten rund um "die Mutz". 
Zum Abschluss des Abends durfte wir eine weitere Spezialität benachbarter Convivienbereiche probieren. Leipziger Allasch als eine traditionelle Getränkespezialität der Messestadt.  

22. Mai 2013

Dem Mutzbraten auf der Spur

Auf der Suche nach neuen potentiellen neuen Passagieren für die Arche des Guten Geschmacks wollen wir die Geschichte und die Geschichten des Mutzbratens ein wenig besser kennenlernen. Auch wenn der Verbreitungsschwerpunkt dieser Spezialität wahrscheinlich in Ostthüringen liegt, ist sie auch in einigen Gegenden Südwestsachsens bekannt und beliebt.
Da ein Mutzbratengrill nicht beliebig vergrößert werden kann, müssen wir diesmal die Teilnehmerzahl auf 16 Personen begrenzen und bitten daher diesmal besonders um eine rechtzeitige Anmeldung. Übersteigt die Anzahl der Anmeldungen die Kapazität werden wir eine entsprechende Information im Blog veröffentlichen und eine Warteliste führen.

6. Mai 2013

Was macht ein Bier eigentlich Slow?

Diese Frage war für uns der Kern unserer kleinen Verkostung in geselliger Runde in Limbach. Nachdem uns weder ein Reinheitsgebot von 1516 noch die deutsche und europäische Biergesetzgebung eine zufriedenstellende Antwort liefern können, haben wir unsere 3 Slow Food - Kriterien zur Grundlage unserer Bierbewertung genutzt:

GUT
- Überdurchschnittliches aber bierstilarttypisches Geschmackserlebnis
- Regionaler Bierstil
- Traditionelles Herstellungsverfahren

SAUBER
- keine Hopfenextrakte oder andere Aroma-, Geschmacks- und Farbstoffe
- keine genmanipulierten Rohstoffe

FAIR
- kurze Transportwege (z.B. Direktvertrieb ab Brauerei)
- Verwendung regionaler und heimischer Rohstoffe
- faire Preise für Produzenten und Verbraucher

Die Testkandidaten kamen aus 3 regionalen Brauereien (Privatbrauerei Fiedler Scheibenberg, Privatbrauerei Specht in Ehrenfriedersdorf sowie der Privatbrauerei Schwerter in Meissen) und repräsentierten 3 Bierstile (Helles, Rotbier, Bockbier)
Keine der getesteten Brauereien konnte in allen Disziplinen glänzen. So wird der bereits vom Reinheitsgebot geforderte Hopfen heute oft in Form von Hopfenextrakten verwendet. Biere mit Naturhopfen entwickeln (so auch in unserem Test) einfach eine größere Aromenvielfalt und führen damit oft auch gleichzeitig zum gewünschten überdurchschnittlichen Geschmackserlebnis!

29. April 2013

Bock - Bier statt (nur) Bockbier

Einen Abend rund um das wohl am häufigsten genossene alkoholische Getränk der Region. Neben einer zünftigen Bierverkostung wollen wir auch ein wenig über die Probleme der Herstellung eines sauberen Bieres in unserem Sinne sprechen.
Über das Reinheitsgebot und die Verwendung von Hopfenextrakten - über die Slow Food Kriterien und Ansprüche eines Slow Bieres werden wir ebenso diskutieren wie über die Geschichte von Bieren und Brauereien aus der Region. Dazu verwöhnt uns die Küche des Restaurants Bock natürlich wieder mit Leckereien passend zum Thema.

6. April 2013

"Futtern wie bei Muttern"

... heisst es auf den Seiten der Gaststub zr Bimmelbah' in Neudorf. Frau Jahn, die Chefin des Restaurants verwöhnte uns zum Schneckenstammtisch in den Rathaushotels in Oberwiesenthal mit der Neudorfer Spezialität schlechthin: Suppe. Wie geplant, wurden uns 3 der Siegersuppen des jährlichen Neudorfer Kochwettstreites serviert.
Neben zahlreichen Anekdoten rund um die "Suppenländer" wurde auch viel über Zutaten und traditionelle Probleme beim Anbau und der Beschaffung in den Hochlagen des Erzgebirges diskutiert. So baut kaum noch ein Bauer in der Region, die Hauptzutat der meisten erzgebirgischen Gerichte an. Kartoffeln waren über viele Jahrhunderte die wichtigste Nahrungsquelle der Menschen der Region. Oder wer weiss schon, dass die Äpfel (für Apfelsuppe) es hier nicht in allen Jahren bis zur Reife vor dem Wintereinbruch schaffen?
Miriquidi-Kräutersuppe
Aus den vorhandenen Zutaten der Wälder (u.a. Pilze und Kräuter) ein Maximum an Genuss zu kochen ist ausgezeichnet gelungen! 
Den Mitgliedern und Gästen des Conviviums hat es hervorragend geschmeckt! 
Nach der Suppenverkostung stand dann noch die Verkostung der Oberwiesenthaler Ratsherrenplatte vom Buffet des Hotels sowie der bereits im Dezember beschriebene Nußschnaps in der Hotelbar auf dem Programm. Nach diesem sehr anspruchsvollem Abend waren alle sehr dankbar, gute Gastgeber und eine gemütliche Übernachtung gefunden zu haben. 
Das Convivium bedankt sich daher an dieser Stelle ausdrücklich beim gesamten Team der Rathaushotels sowie Frau Jahn aus Neudorf! 

28. März 2013

gelungene Osterüberraschung - Schachtelhalm schafft Genussführereintrag


Kurz vor Redaktionsschluss der 1. Auflage hat heute ein weiteres Restaurant unseres Conviviumsbereiches die Aufnahme in den Slow Food Genussführer geschafft. Wir gratulieren dem Team des Gasthof Schachtelhalm recht herzlich! Wir werden an dieser Stelle auch über die Übergabe der Urkunde und des Genussführersiegels berichten.
Das Restaurant bietet mit seiner erzgebirgischen Küche nicht nur einen ausgezeichneten kulinarischen Genuss im traditionellen Ambiente. Die Wälder und Moore der Umgebung laden auch zu einem ausgiebigen Verdauungsspaziergang ein.


20. März 2013

mit Miriquidi – Kräutersuppe auf der Suche nach dem Frühling im Erzgebirge


Auch wenn im Moment der gesamte Bereich unseres Conviviums noch unter einer weißen Decke schlummert, machen wir uns am 5.April auf zur höchsten Stadt Deutschlands und suchen dort nach dem Frühling! Gemeinsam mit Profis aus dem "Suppendorf" Neudorf verkosten wir in den Rathaushotels Oberwiesenthal die letzten Sieger des jährlichen Neudorfer Suppenwettstreites. Um die An- und Abreise auf das Dach Sachsens für alle so bequem wie möglich zu gestalten, haben die Rathaushotels ein spezielles Angebot  zur Übernachtung für uns vorbereitet. Wenn Sie diese Möglichkeit nutzen möchten (und damit am Abend auch noch das eine oder andere Gläschen mit uns trinken möchten), melden Sie Sich bitte separat in Oberwiesenthal an.
Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf
·         Miriquidi – Kräutersuppe 
·         Knoblauch – Kartoffelsuppe 
·         Wildkräuter – Waldpilzsuppe 
und sind schon mal gespannt, welche der beiden erzgebirgischen Tischdekorationen besser zu diesem Abend passen wird....


3. März 2013

Leinöl mit Milcheis...

... war nicht nur der Abschluss unseres Leinölmenüs sondern auch für viele die größte kulinarische Überraschung des Abends.  Das Team der Topfmarktscheune hatte sich in Zusammenarbeit mit der Thalheimer Wiesenmühle und dem Röslerhof perfekt auf diesen Abend vorbereitet und unsere Erwartungen weit übertroffen! 
Nicht nur die Verkostung verschiedener Leinöle sondern auch die Geschichte und die Probleme bei der Herstellung wurden eifrig diskutiert. So stand früher nicht nur das Öl, sondern auch die Pflanzenfasern im Mittelpunkt des Interesses und machten den Leinanbau für die Bauern interessanter. So wurden damals (und zum Teil auch noch heute) selbst die Pressrückstände nach der Ölgewinnung noch als Ölkuchen genutzt. 
Beim Menü und auf dem Buffet wurden wir unter anderem verwöhnt mit:
  • Wintergemüsesuppe mit Leinölpesto
  • Erzgebirgischer Buttermilchgetzen
  • in Dörnthaler Leinöl und Bärlauch marinierter Ziegenkäse
  • Salate mit Leinsamen
  • Kartoffelrösti, Pellkartoffeln mit Leinölquark, Leberwurst und Buttermilchhering
    sowie dem bereits zu Beginn erwähntem 
  • Milcheis vom Röslerhof mit frischem Leinöl (eine meisterlich Kreation die spontanen Szenenablaus aufkommen lies!)


Unser Convivium möchte sich daher auch auf diesem Weg noch einmal für diesen schönen Abend auf das Herzlichste bedanken!

25. Februar 2013

Leinöl - entweder man liebt es oder man muss es erst noch kennen lernen....

Beim Gedanken an Leinöl denken viele an die gesundheitlichen Vorzüge und die wertvollen Inhaltsstoffe. (Andere erinnern sich vielleicht mit Schrecken an traumatische Kindheitserlebnisse und eine seltsam riechende Flüssigkeit...).
Beim nächsten Schneckenstammtisch wollen wir am Freitag herausfinden, wie sich Gesundheit und Genuss verbinden lassen und wie sich Gerichte mit Leinöl lecker zubereiten lassen. Freuen wir uns daher auf einen gemütlichen Abend in den Räumen der Topfmarktscheune in Burkhardtsdorf.


2. Februar 2013

DDR-Küche zeitgenössisch interprediert

Die Vielfalt möglicher Gerichte die zwischen 1949 und 1989 im Osten Deutschlands serviert wurden ist überwältigend und eine Auswahl für einen Abend fällt schwer. Mit großem Engagement meisterte das Team vom Restaurant Bock diese Herausforderung und übetraf sich bei Planung, Küche und Service erneut selbst.
Wir haben viel gelernt über "Samtsuppe" und "angedickte Erbsen und Möhrchen". Wir wissen jetzt, dass die klassische Ausbildung der Köche der DDR von der französischen Küche geprägt war und in der Spitzengastronomie der damaligen Zeit versucht wurde aus den vorhandenen Zutaten sich dem westeuropäischen Vorbild zu nähern. Der heimische Herd war dagegen oft geprägt aus der Zerissenheit der  Zutaten aus dem eigenen Garten, lang gepflegten Familientraditionen und der heimlichen Sehnsucht nach exotischen Gerichten.   
Das Convivium sagt DANKE an das Team des Restaurants und zeigt für alle die diesen Höhepunkt verpasst haben, die Variationen, welche an diesem Abend serviert wurden:
Variation von Soljanka, Champignon- und Eierflockensuppe

Chicoree-, Rotkohl-, Möhren- und Rindfleischsalat

Strammer Max, Karlsbader Schnitte und Warmes Eckchen


Würzfleisch, Scharfe Sache
und Ei Süß-Sauer


Dreierlei Steak (Champignon, Letscho und au four)



Zunge mit Kapernsauce und Petersilienkartoffeln

Flambiertes Omlett "Surprise"


25. Januar 2013

Bitte warten, Sie werden platziert!

In vielen Ausflugslokalen der DDR waren vor allem am Wochenende stark frequentiert und der Satz: "Bitte warten, Sie werden platziert!" begrüßte die Gäste bereits am Eingang.
Für unseren nächsten Schneckenstammtisch haben wir einmal ein paar historische Speisekarten aus beliebten Ausflugslokalen in Südwest-Sachsen zusammengetragen. Wir werden uns am 1. Februar auch einmal darüber austauschen, wie sich die Küche in der Gastronomie damals von der Alltagsküche daheim unterschied.


Ein Blick in die Karten vom Fichtelberghaus, der Berggaststätte Greifensteine, der Tabakstanne in Thalheim bringen mehr zu Tage als Soljanka, Karlsbader Schnitte und Schweinesteak Zigeuner Art. Zahlreiche Fisch- und Wildgerichte tauchten auch damals auf den Karten auf. Ähnlich interessant ist die Ausstattung der Getränkekarten vom Interhotel Kongress, der Tanzbar Kosmos oder des Chemnitzer Hofes zur damaligen Zeit. 
Wir freuen uns schon jetzt auf einen Abend mit vielen kulinarischen Diskussionen im Restaurant Bock. 

18. Januar 2013

Mangelwirtschaft oder Kreativität der Küche?

Verhindert ein "Mangelwirtschaft" tatsächlich eine gute Küche oder führte ein Mangel an Devisen (und damit auch an Nahrungsmittelimporten) zur Besinnung auf heimische Produkte aus Hof und Garten? Wie sah eigentlich die regionale Küche jenseits der HO-Gastronomie aus? Immer wieder werden wir auch nach Rezepten aus der DDR-Zeit gefragt.
Ein spannendes Thema, welchem wir uns bereits zum nächsten Stammtisch am 1. Februar einmal stellen wollen. Das Team vom Restaurant Bock arbeitet bereits an der Zusammenstellung (Forelle Müllerin, Kochfisch, Rindfleischsalat, Warmes Eckchen, Strindbergfilet, Bauernfrühstück und Letscho sind nur einige der Ideen).
Neben dem Genuss wollen wir auch mit ehemaligen Köchen über das Thema diskutieren. Kochbücher und Rezepte aus der DDR sollen begutachtet und sicher auch emotional und kontrovers besprochen werden. Ein erster Höhepunkt des neuen Jahres auf welchen wir uns schon jetzt riesig freuen!
Das Interesse an diesem Thema dürfte recht groß sein (der beliebteste Blogartikel bisher war mit großem Abstand: Mehr als nur Broiler im Osten), daher am besten gleich heute einen Platz für den Abend reservieren....

7. Januar 2013

Convivium mit neuem Leiter und bewährtem Team

Nach dem bereits im vergangenen Jahr angekündigten und nun vollzogenem Rücktritt von Silke Arnold-Hösel als Convivienleiterin wählten am vergangenen Freitag die 12 anwesenden Mitglieder des Conviviums eine neue Führungmannschaft und bestimmten Dr. Thomas Schreiter zum neuen Convivienleiter in Sachsens Südwesten.

Der "neue Kapitän" lernte Slow Food in den Vereingten Staaten kennen und ist bereits seit Beginn 2008 Mitglied des Conviviums. Zu seiner Stellvertreterin wurde erneut die Leiterin der Genussführerarbeitsgruppe Ute Striegler gewählt. Weitere Mitglieder der Leitung sind Maria Pankl (Schwerpunkt: Mitgliederentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit) sowie Silke Arnold-Hösel (Presse und Präsentationen).

3. Januar 2013

Ein genussreiches 2013

...wünschen wir Ihnen und Euch! Es ist Zeit ein wenig auf das letzte Jahr im Blog zurückzuschauen und einen ersten Ausblick für 2013 zu wagen:
Mit Stolz können wir darauf verweisen, dass im letzten Jahr die ersten beiden (und bisher einzigen) Genussführer-Gasthäuser im Osten Deutschlands in unserem Conviviumsbereich beheimatet sind. Wir haben im letzten Jahr begonnen die regelmässigen Schneckenstammtische am jeweils 1. Freitag des Monats wieder aufzunehmen und konnten dabei bis zu 25 Teilnehmer (Mitglieder und Interessenten) in Limbach-Oberfrohna begrüßen. Ein Ziel unserer Internetarbeit 2012 war es, nicht nur die Mitglieder über aktuelle Ereignisse zu informieren sondern auch unser Convivium und damit auch Slow Food in unserer Region etwas bekannter zu machen.
Seit unserem Start im September verzeichnete der Blog im letzten Jahr 1680 Zugriffe. Neben unseren Visitenkarten auf den Seiten von Slow Food Deutschland und Sachsen sind wir auf den sozialen Netzwerken (Facebook, Google+ und Twitter)  aktiv und unsere Nachrichten werden aktuell von 102 Menschen in aller Welt verfolgt.
Wir wollen uns 2013 nicht auf diesen Ergebnissen ausruhen, sondern hoffen noch mehr Menschen mit Informationen zu gutem, sauberem und fairem Essen zu erreichen und unsere Gemeinschaft weiter zu stärken.
Schon morgen beginnnen wir mit dem ersten Schneckenstammtisch des Jahres sowie der Wahl einer neuen Convivienleitung  unser Geschäftsjahr. Doch neben den regelmässigen Stammtischen, die in diesem Jahr auch in Oberwiesenthal und Burkhardtsdorf geplant sind, bleiben wir auch beim Genussführer weiter am Ball und suchen und testen weitere Lokale unserer Region. Wie bei einzelnen Stammtischen des letzten Jahres bereits angeklungen, wollen wir auch in diesem Jahr weitere Schwerpunkte auf Geschmack und die Schulung der Sinne legen und denken bereits über Themen wie Leinöl, Fleisch, Getreide oder auch Schokolade nach.
Wenn ihr darüber hinaus weitere Aktivitäten wünscht, sind wir auch in diesem Jahr auf Eure Mithilfe angewiesen. Solltet Ihr Interesse an der Organisation von weiteren Produzentenbesuchen, Markt- und Messepräsentationen haben, möchtet Ihr Euch für gutes Essen bei Kindern und Jugendlichen engagieren und habt dazu interessante Initiativen, sprecht uns bitte an.
Auch die online-Redaktion freut sich über weitere Themenvorschläge und Gastbeiträge. Der Adventskalender 2012 war ein erster Hinweis auf mögliche Themen. Lasst uns wissen, was Euch interessiert. Sind es vielleicht traditionelle und regionale Rezepte oder Tastingnotes zu Produkten aus der Region? Nicht nur altsächsische Rezepte sind dabei für uns von Interesse auch die Traditionen einer DDR-Küche wollen erkundet und im Sinne einer Vielfalt des Geschmacks gepflegt werden.

Wagen wir es und starten wir gemeinsam in ein hoffentlich erfolgreiches Neues Jahr!