6. Mai 2013

Was macht ein Bier eigentlich Slow?

Diese Frage war für uns der Kern unserer kleinen Verkostung in geselliger Runde in Limbach. Nachdem uns weder ein Reinheitsgebot von 1516 noch die deutsche und europäische Biergesetzgebung eine zufriedenstellende Antwort liefern können, haben wir unsere 3 Slow Food - Kriterien zur Grundlage unserer Bierbewertung genutzt:

GUT
- Überdurchschnittliches aber bierstilarttypisches Geschmackserlebnis
- Regionaler Bierstil
- Traditionelles Herstellungsverfahren

SAUBER
- keine Hopfenextrakte oder andere Aroma-, Geschmacks- und Farbstoffe
- keine genmanipulierten Rohstoffe

FAIR
- kurze Transportwege (z.B. Direktvertrieb ab Brauerei)
- Verwendung regionaler und heimischer Rohstoffe
- faire Preise für Produzenten und Verbraucher

Die Testkandidaten kamen aus 3 regionalen Brauereien (Privatbrauerei Fiedler Scheibenberg, Privatbrauerei Specht in Ehrenfriedersdorf sowie der Privatbrauerei Schwerter in Meissen) und repräsentierten 3 Bierstile (Helles, Rotbier, Bockbier)
Keine der getesteten Brauereien konnte in allen Disziplinen glänzen. So wird der bereits vom Reinheitsgebot geforderte Hopfen heute oft in Form von Hopfenextrakten verwendet. Biere mit Naturhopfen entwickeln (so auch in unserem Test) einfach eine größere Aromenvielfalt und führen damit oft auch gleichzeitig zum gewünschten überdurchschnittlichen Geschmackserlebnis!

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