30. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Ernährungstips

Nach dem Fest beginnt für viele die Zeit des Nachdenkens über "bessere Ernährungsgewohnheiten". Wie das Problem 1930 behandelt wurde, steht im unteren Text. Aus der heutigen Sicht möchten wir Euch beim Essen natürlich nicht allein lassen. Für uns ist eine ausgewogenes Essen auch ein gesunde Ernährung. Gemeinsam versuchen wir die regionale und saisonale Vielfalt unserer Lebensmittel zu erhalten. Wer sich uns anschließen möchte, findet hier nicht nur gute Vorsätze fürs neue Jahr, sondern auch ein paar Tips zum Mitmachen.
Auch 2016 setzen wir auf gute, saubere und faire Lebensmittel in Südwest-Sachsen. Dafür wünschen wir allen einen Guten Rutsch und ein erfolgreiches 2016!



24. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Gänsebraten

Damals und auch heute der wohl beliebteste Braten auf der Weihnachtlichen Tafel. Im Unterschied zu heute, wurde damals das gesamte Tier verarbeitet und verspeist. Eine recht einfach gehaltene Rezeptur (und ein wenig küchentechnisches Geschick) vermeiden Stress und Hektik in der Weihnachtszeit.

23. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Rosenkohl

Neben Rot- und Sauerkraut findet sich um die Weihnachtszeit auch Rosenkohl als saisonales Gemüse auf den Märkten. Die Zubereitungsmöglichkeiten sind vielfältig. Die Variante von 1930 findet sich noch heute in vielen Haushalten als der Standard in der Zubereitung. Wer es lieber etwas bissfester mag, kann natürlich heute auch dämpfen oder sautieren.

22. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Klöße

Ein Rezept an welchem heute viele verzweifeln. Vor allem die Klöße aus rohen Kartoffeln (Grüne Klöße) zerfallen gern einmal beim Garziehen. Es mag an einem veränderten Stärkegehalt der heutigen häufigen Sorten liegen? 1930 war sicherlich die heute seltene (und aus Zwickau stammende) Sorte Reichskanzler in unserer Gegend recht verbreitet. Mit welchen Kartoffelsorten hattet Ihr bisher Erfolg und womit will es nicht so richtig klappen?

21. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Bratwürstchen

Eine Idee (noch rechtzeitig vor dem Fest) wäre es, sich die (meist obligatorischen) Bratwürstchen selbst zu produzieren. In vielen Chemnitzer Familien wird noch heute die Neunerlei-Tradition gepflegt. Bratwurst ist meist Bestandteil des erzgebirgischen kulinarischen Weihnachtskanons.

20. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Anisplätzchen

4. Advent und schon alle Süßigkeiten aufgegessen? Schnell noch ein paar Anisplätzchen zum Kaffee gebacken.

19. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Würzfleisch

Für viele sicherlich eine Überraschung dieses Rezept von 1930 zu finden. Heute wird das Würzfleisch (gemeinsam mit Soljanka) gern als ein DDR-Rezept verkauft. Vertieft man sich ein wenig in der Rezeptur fallen allerdings ein paar Zutaten auf, die nicht so richtig in eine DDR-Küche passen wollen. Die Idee zum Würzfleisch (wie auch zum Ragout fin) ist also sicherlich älter. Eine Vereinfachung der Zutatenliste machte dann aber später daraus einen "Klassiker des Ostens".

18. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Honigkuchen

Wie grinst eigentlich ein Honigkuchenpferd? Inzwischen dürfte der Honigkuchen fast ausgestorben und bei uns durch ostsächsische Leb- und Pfefferkuchen ersetzt worden sein. Interessant ist dabei, dass im Rezept die z.B. von Wikipedia für Honigkuchen postulierte Ausschliesslichkeit von Honig als Süßungsmittel aufgehoben ist und als Alternative auch ein "Kunsthonig" empfohlen wird.

17. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Wildbeeren


Als klassisches Weihnachtsdessert spielen Heidel- und Preiselbeeren im Erzgebirge schon lange eine Rolle. Was sich als Beerensammeln mit dem Beerenkamm schon früher großer Beliebtheit erfreute, kommt heute als "Foraging" im jugendlich-sportlichen Gewand aus Skandinavien und England zu uns zurück. Allerdings sind die Wildobstbestände in unserer Region recht selten geworden. Damit dürfte heimisches Wildobst inzwischen zu den absoluten regionalen Delikatessen gehören.

16. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Makronen

Traditionell ohne Mehl (und ohne Kokos) kommen die 1930er Makronen daher. Die heute weiter verbreiteten Kokosmakronen entstammen wohl eher französischen Ursprungs (besserer Zugang zu "Kolonialwaren" wie Kokosnüssen). Das Rezept basiert auf der älteren und traditionelleren Zubereitung italienischen Ursprungs. Für die Besorgung der Bittermandeln muss man heute wahrscheinlich wieder einmal in die Apotheke gehen. 

15. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Apfelgelee

Die Verarbeitung von Fallobst (zum Beispiel von Streuobstwiesen) ist ein weiteres vernachlässigtes Thema in der heutigen Zeit. Neben Saft lässt sich aus unreifen Äpfeln noch mehr machen. Etwas Improvisation dürfte hinsichtlich eines vierbeinigen Schemels im Rezept heute dennoch gefragt sein.

14. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Zunge

In kaum einer Region Deutschlands wird soviel Zunge verspeist wie in unserer Gegend. Diese Delikatesse kommt in Sachsen sowohl gekocht als eigenes Gericht, gepökelt als auch zu Zungenwurst verarbeitet auf den Tisch. Da die Tradition allerdings zunehmend verschwindet, wird es Zeit diese Rezepte einmal wieder näher zu betrachten.

13. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Senfgurken

Der heutige Beitrag widmet sich wieder einmal der traditionellen Konservierung. Die noch heute im Spreewald übliche Konservierung von Gurken war sicher weiter verbreitet und wurde in den Haushalten auch nach abgewandelten Hausrezepten praktiziert. Bei diesem Chemnitzer Rezept fällt auf, dass kein Zucker verwendet wurde. Auf die heute bei vielen Herstellern leider üblichen Zuckeraustauschstoffe wurde natürlich auch verzichtet...

12. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Stollen

Zum Stollen gab es wahrscheinlich sehr viele Rezepte in unserer Region. Jeder Haushalt hatte seine eigene Mischung. Manche legen die Rosinen in Rum ein, andere schwören dabei auf Traubensaft. Oft wurden die Zutaten über einen längeren Zeitraum gesammelt und zum Bäcker gebracht. Diese Tradition ist inzwischen fast komplett verschwunden. Von Anfang November bis wenige Tage vor dem Fest wurde gebacken. Manche schwören auf 2 Monate Lagerungszeit, während andere mit 1 Woche glücklich sind. Eine Kunst ist noch heute die richtige Lagerung um ein Austrocknen des teuren Backwerkes zu verhindern. Experten empfehlen den Stollen sofort mit Butter und Zucker zu streichen (komplett versiegeln) und ihn dann kühl zu lagern.
Angeschnitten wurde der Stollen übrigens traditionell zum Frühstück am 25.12. Gegessen wird er im Erzgebirge noch heute bis zum 2. Februar, wo erst mit Lichtmess traditionell die Weihnachtszeit endet.

11. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Sauerkraut einlegen

Im Internet gibt es inzwischen zahlreiche Bastelanleitungen für selbstgemachtes Sauerkraut (z.B. hier eine recht umfangreiche Variante). Der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall.
Vielfach kommen dabei heute auch Bügelgläser oder Schraubdeckelgläser zum Einsatz. Da die Uroma wohl noch auf diese Erfindung verzichten musste, wurde mit Steintopf, Holzfass und gebrühten Tüchern gearbeitet. Ob das wohl einen Einfluss auf den Geschmack hatte?

10. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Teemischung

Tee hat noch heute in Sachsen im Gegensatz zur Kaffeetradition eine geringere Bedeutung. So war Südwestsachsen sicherlich auch in den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Importen aus den meist englischen Kolonialgebieten abgeschnitten. Die Entwicklung eigener "Tee"mischungen aus heimischen Wildpflanzen war eine Folge. Das kulinarische Experiment dieses Rezeptes steht auf jeden Fall schon auf der Aufgabenliste des kommenden Jahres...

9. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Linsen

Der klassische Linseneintopf kam früher sicher häufiger auf den Tisch als heute. Zum einen eigneten sich Linsen gut zum Anbau in den nahen Gebirgslagen Sachsens und Thüringens und zum anderen sind die getrockneten Linsen ein ideales Lagergemüse für die kalte Jahreszeit.
So verwundert es auch nicht, dass es die Linsen auch in traditionelle Tafelfolgen für Weihnachten, Silvester und Lichtmess geschafft haben. In mehr oder weniger abgewandelter Form haben viele Familien unserer Gegend noch heute ihre eigenen Rezepte.
Bleibt zu hoffen, dass sich künftig Landwirte wieder auf diese Frucht besinnen und die inzwischen verschwundenen Linsensorten Ostdeutschlands eines Tages in ihre Heimat zurückkehren können.

8. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - gefüllte oder gedünstete Äpfel

Kandierte Äpfel oder auch Schokoäpfel finden sich noch heute auf den meisten Weihnachtsmärkten. Was man mit einfachen Äpfeln noch so angestellt hat, zeigen wir heute. Welche Sorten damals verwendet wurden, verrät uns das Rezept nicht direkt. Ein Kontakt zu lokalen Obstkundlern (Pomologenverein) kann hier weiter helfen. Der Erhalt alter Sorten ist ein Beitrag zur Geschmacksvielfalt auch in unserer Region.

7. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Gräupchen

In der heutigen Küche wurden Graupen fast komplett von asiatischen und mediterranen Reisgerichten verdrängt. Dabei bestehen Graupen meist aus Gerste (oder manchmal Weizen), die in unseren Regionen noch heute beste Anbaubedingungen vorfindet. In vielen slawischen Küchen (die einst auch unsere Gegend prägten) sind Gräupchen noch heute eine beliebte Beilage.

6. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Pfefferkuchen


Neben dem Stollen das komplexeste Rezept aus der weihnachtlich-sächsischen Heimbackstube. Mit zahlreichen Gewürzen (und einem Likörglas Rum) war der Lebkuchen sicher kein Alltagsgebäck sondern wurde mit sehr viel Zeit gebacken ("den Teig 14 Tage stehen lassen", "8 - 14 Tage nach dem Backen ist das Gebäck mürbe und schmackhaft")

5. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Saure Nieren


Die Idee das ganze Tier zu essen ist nicht neu, wohl nur etwas in Vergessenheit geraden. Neben Leber und Gehirn findet sich im Chemnitzer Kochbuch auch ein Rezept zu Sauren Nieren. Beim Fleischer um die Ecke lassen sich sicher auch heute noch die entsprechenden Zutaten besorgen (oder bestellen).

4. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Bierkaltschale


Auch Wikipedia behauptet zum Thema Kaltschale: "Bier war früher die häufigste Grundlage einer Kaltschale". Streiten kann man sich darüber ob eine Kaltschale als klassisches Sommergericht etwas in einem Adventskalender zu suchen hat. Allerdings wurde dieses heute fast vergessene Spezialität nicht nur als Suppenersatz in der heißen Jahreszeit, sondern auch als Nachspeise gereicht.  Mit den gewählten Zutaten passt dieses Rezept also durchaus zu einem etwas anderen Weihnachtsmenü.

3. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Spekulatius


Definitiv nicht aus der sächsischen Region (Spekulatius stammt aus rheinischen Gefilden und basiert auf indonesischer Kultur) aber dennoch im Rezeptbuch zu finden. Im Gegensatz zum heutigen (meist industriell gefertigten) Spekulatius besteht dieses einfache Rezept lediglich aus 5 Zutaten. Heute verwendete Weihnachtsgewürze (Nelken, Kardamom, Zimt) waren bis nach Ende des 2. Weltkrieges recht teuer und für das häusliche Plätzchenbacken nicht erschwinglich.
Wer auf industriellen Vanillezucker verzichten will (den gab es wohl schon 1930 in Päckchenform) legt einfach eine Vanilleschote in ein Glas Zucker und verschliesst es. Mit der Zeit übernimmt der Zucker das Aroma der Vanilleschote.

2. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Wildfruchtsuppen

Hinter dem 2. Türchen verstecken sich heute gleich 2 Rezepte für Wildfruchtsuppen. Das Sammeln von Wildfrüchten als Vitaminquelle war damals noch recht verbreitet. Die Rezepturen ähneln sich (Früchte mit Wasser, Zucker und Zitronenschale aufkochen und mit Kartoffelmehl abbinden). Beide sind recht einfach zum nachmachen geeignet. Einziges Problem: Die Hauptzutaten findet man nicht im Supermarkt und die Saisonalität von Wildfrüchten gestattet manche Rezepte nur zu bestimmten Zeiten.
Einen interessanten Startpunkt zum Mitmachen und Sammeln von Wildfrüchten bietet übrigens die Seite von Mundraub (auch ohne Registrierung bekommt man Zugriff zur Mundraubkarte mit Wildfruchtsammelplätzen der Region).

1. Dezember 2015

Chemnitzer Rezepte - Karpfen polnisch


Warum der Chemnitzer Karpfen nach polnischer Art zubereitet wurde, liegt nahe. Die Tradition des weihnachtlichen Karpfengenusses kommt aus Osteuropa. Etwas im Dunklen bleibt, was sich damals hinter "Fischgewürz" versteckte. Offensichtlich waren Fertigwürzmischungen schon damals beliebt. Besonders bemerkenswert an diesem Rezept ist allerdings die "Zuspeise" im letzten Satz: Die Kombination von Fisch mit Salzkartoffeln und Rotkraut ist auch heute noch recht typisch für den Chemnitzer Raum und in anderen Gegenden nahezu unbekannt.
Wer mehr über die Weihnachtstradition und Fisch zum Fest erfahren will, sollte unseren Stammtisch morgen in Limbach nicht verpassen.

24. November 2015

Chemnitzer Adventskalender 2015

Für die Vorweihnachtszeit haben wir uns in diesem Jahr mal etwas anderes einfallen lassen und bringen Euch 24 kleine kommentierte Auszüge aus dem Chemnitzer Kochbuch von 1930. Die meisten Rezepte zeichnen sich durch ihre Einfachheit aus. Wer es möchte, kann damit noch heute die Kunst des Kochens erlernen. Ihr dürft schon jetzt gespannt sein, was sich hinter den einzelnen Türchen so versteckt...

20. November 2015

Kulinarische Vorweihnachtszeit in Südwestsachsen

Was isst man eigentlich in der Vorweihnachtszeit traditionell? Die Meisten denken vielleicht sofort an Bratwurst und Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. Andere erinnern sich an eine Firmenweihnachtsfeier mit bereits weihnachtlicher Speisenfolge...
Nachdem wir uns in den letzten Jahren in vorweihnachtliche Freude mit Whisky oder auch mit Plätzchen aus dem Holzbackofen beschäftigt haben, wollen wir uns in diesem Jahr einmal mehr den vorweihnachtlichen Menüs widmen.
Nicht nur bei unseren polnischen und tschechischen Nachbarn steht in dieser Zeit oft der Karpfen im Mittelpunkt des kulinarischen Interesses. So galt die Adventszeit traditionell als Fastenzeit und Fleisch war tabu. Das Team vom Restaurant Bock in Limbach möchte mit uns bereits am Mittwoch dem 2.12.2016 die Vorweihnachtszeit kulinarisch starten. Wir freuen uns über Anmeldungen zu unserem letzten Stammtisch des Jahres, wo wir neben leckerem Essen auch ein erlebnisreiches 2015 ausklingen lassen und Pläne für 2016 schmieden, vorstellen und diskutieren wollen.

2. November 2015

Milbenkäse und Thüringer Klöße...

... sind sicher eine ungewöhnliche Kombination. Trotzdem wollen wir zu unserem nächsten Treffen versuchen diese beiden Spezialitäten unserer Nachbarn zu verbinden. Bei einem Ausflug knapp hinter die westliche Grenze unseres Conviviums besuchen wir einen echten Archepassagier (den Käse) und versuchen uns an der Verkostung einer Legende (der Klöße).
Versuchen wir also mehr herauszufinden über "die Trüffel unter den Käsesorten" und entdecken wir das Geheimnis seiner legendären Haltbarkeit (30 Jahre sind belegt).
Danach runden wir den Geschmack mit Thüringer Klößen ab und besuchen "Oma's Kloß-Küche".

7. September 2015

Buttern auf dem Ambroßgut

Nach unserem letzten Treffen erreichte uns folgende e-mail. Wir können es auch nicht besser zum Ausdruck bringen und schliessen uns daher diesen Worten gern an:.... das war wieder mal ein gelungener Abend!
Das Ambroßgut ist schon alleine eine Reise wert. Und wenn man dann noch einer tollen Führung durch das Anwesen folgen kann,  lohnt der Besuch um so mehr.
Aber nicht genug der interessanten Dinge. Das Buttern war angesagt und Heike hatte alles perfekt vorbereitet. Begleitet mit vielen Informationen rund um die Milch und Historie der Butter wurden wir in die Bedienung der Buttergeräte eingewiesen. Am effektivsten war das hölzerne Butterfass.

Das schütteln im Kunststofffass und das Rührgerät lieferten dann aber auch noch das gewünschte Ergebnis. Alles mit einiger körperlicher Anstrengung zu bedienen jedoch ohne Hilfsenergie betrieben. Butterherstellung ohne Carbonite Footprint!
Anschließend wurde die frische Butter noch gewaschen bevor es zur Veredelung kam.
Die bekannteste Variante ist wohl die gesalzene Butter. Heike hatte allerdings noch einige Variationen in petto. Es standen Trüffel, Blütenblätter und viele Kräuter zur Verfeinerung bereit.
Die Variante mit frischen Kräutern u.a. Pimpinelle, Bärwurz, Dill, Schnittlauch,.......... ergab ein phänomenales Geschmackserlebnis auch ohne Geschmacksverstärker
Nicht genug der leckeren Sachen. Es gab noch einen Käseteller mit 5 verschiedenen Sorten an Ziegekäse; dazu  4 hausgemachte Chutneys zur Verfeinerung.
Da muß sich manches Gourmetrestaurant anstrengen um das zu toppen.Eigentlich wollte ich gar nicht so viel schreiben sondern nur einige Fotos verschicken, aber die Begeisterung sollte auch Worte finden. Nochmal vielen Dank an Heike und Michael.








25. August 2015

Butter und mehr im AmbrossGut

Gute Butter ist eine besonders edle Köstlichkeit. Frisches Brot mit feiner Butter und gutem Salz, oder gekochte Kartoffeln mit Butter und Salz und schon ist man im Genusshimmel angekommen, die Sorgen der Welt sind vergessen. Toll ist auch eine Kartoffelverkostung mit verschiedenen Kartoffelsorten und einfach nur Butter und Salz dazu, jetzt im Herbst ist die beste Zeit um die Knollen frisch vom Acker auf den Tisch zu bringen. Auch Croissants schmecken ohne Butter nur halb so gut. Bei Frankreich denk ich gern an Kekse, oder Karamell mit Butter, Zucker und Salz, dieses salzig­süße ist eine tolle Verbindung.


Butter besteht bekanntlich aus sehr viel Fett. Dass es mindestens exakt 82 % sein müssen, war mir neu. Erfahren habe ich das in einer kleinen Käserei im Erzgebirge, die wir nächstes Jahr besuchen wollen. Aber erstmal freu ich mich auf viele Neuigkeiten über Butter, dass wir uns selbst am Buttern versuchen können und natürlich auf die Verkostung. Selbst habe ich bisher auch schon Butter gemacht. Das ist schon eine Weile her, ich wollte Sahne steifschlagen und es sollte schnell gehen. Also Rührgerät auf volle Pulle gestellt und los. Steife Sahne hatte ich am Ende keine, nur eine weiße Flüssigkeit mit Fettklümpchen drin – Butter – für eine schöne Holzform war es etwas wenig. Mittlerweile weiß ich, wenn man Sahne schön steif schlagen will sollte man sich Zeit nehmen und mit kleiner Drehzahl geduldig eine Weile schlagen. Am 04.09.2015 werden wir uns wieder viel Zeit zum Genießen nehmen im AmbrossGut Schönbrunn bei Wolkenstein, ich freu mich drauf. - Antje Hohl

17. August 2015

Butter, Milch, Buttermilch - und Butterbrote

Der Geschichte und der Herstellung von Butter wollen wir am 4. September 19:00 auf den Grund gehen. Dazu gehört natürlich auch die Geschichte des Butterbrotes.


Auf dem Ambrossgut (dem Landwirtschaftsmuseum des mittleren Erzgebirges) erwartet uns ein historischer Abriß über die Butter, wir buttern selbst und verkosten anschliessend unsere Butter (auch mit Brot und Käse). Für die Planung der Zutaten und Gerätschaften benötigen wir eine rechtzeitige Anmeldung.

25. Juni 2015

Sommerliches Genussführertraining - Teil 2

Auf zum 2. Genußführertraining am 3.Juli um 19:00! Wo es diesmal genau hingeht verraten wir wie immer erst nach der Anmeldung. Es wird diesmal ein erzgebirgisches Sommermärchen und wir treffen uns im östlichen Bereich unseres Conviviums. 
Jetzt aber schnell anmelden. Wir haben 10 Plätze für unsere Gruppe reserviert!





13. Juni 2015

Aus Korn wird Mehl

Eine Mühle ist eine ganz besondere, eigene Welt. Nicht umsonst ranken sich viele Mythen und Legenden um Mühlen und Müller. Es existieren noch viele Mühlen, die oft liebevoll und mit großen Anstrengungen erhalten werden. Sie können ganzjährig als Museum und manche nur am Pfingstmontag besichtigt werden. In der Rolle­Mühle geht definitiv alles mit rechten Dingen zu.Sie ist eine Getreidemühle in unserer Region, in der noch produziert wird. Wir durften uns davon bei einer exklusiven Führung durch Herrn Dr. Rolle überzeugen.
Unsere Führung begann an der Wasserkraftanlage. Sie liefert normalerweise den Strom für die Mühle und hat immerhin eine Leistung von 170 kW, das sind ca. 230 PS. Die meisten Autos haben heutzutage 100 PS, also 100 PS um von A nach B zu gelangen. Hier reicht die Kraft um viele Maschinen gleichzeitig anzutreiben und Strom ins Netz abzugeben. Und diese Energie liefert der Fluss, es ist also auch eine umweltfreundliche Energieerzeugung.


Heute stand die Anlage still, es war zu wenig Wasser im Fluss. Das der Fluss auch gefährlich sein kann, konnte man nur erahnen, denn außen am Generatorhaus zeugte eine Tafel vom letzten Hochwasser. Selbst für die Fische im Fluss ist gesorgt, seit 2011 gibt es eine Fischtreppe.
Danach führte uns der Rundgang in die Mühle. Alle Maschinen standen auch hier still, schließlich war Freitagabend, aber sonst hätte auch niemand verstanden, was Herr Dr. Rolle Interessantes erzählt hat. Im Erdgeschoss werden die Getreidekörner in mehreren Walzenstühlen langsam gemahlen, damit sich das Mehl nicht zu sehr erhitzt und wertvolle Inhaltsstoffe erhalten bleiben.
Der Weitertransport des gemahlenen Korns erfolgt dann mit Luft durch viele Röhren in die nächsten Etagen. In der obersten Etage hat es wunderbar gerochen, wie frisches Brot. Was wie, wo und wann genau passiert, kann man nur erahnen. Das Getreide wird so oft gemahlen, bis daraus das gewünschte Produkt entstanden ist. Am Ende der Produktionsprozesse stehen verschiedene Erzeugnisse, die es hier vor Ort gleich im Mühlenladen zu kaufen gibt und die auch zu vielen Bäckern und in Geschäfte geliefert werden.

Wir haben von Herrn Dr. Rolle auch erfahren, dass:


  • die Rolle­Mühle vorzugsweise Ihr Getreide von Bauern aus der Region bezieht.
  • die Backmischungen für Brot und Kuchen hier nur aus natürlichen Zutaten, ohne chemische Zusatzstoffe hergestellt werden.
  • Gelbweizen eine regionale Weizenart ist, die schön gelb aussieht und gute Backeigenschaften besitzt.
  • schon seit 1993 Biogetreide regionaler Bauern hier vermahlen werden.
  • selbstgebackenes Brot aus frischgemahlenem Vollkorn anders schmeckt, als das vom Bäcker, weil Mehl sich besser verarbeiten lässt, wenn es vor der Verarbeitung reifen kann.


In der Rolle­Mühle wird das frischgemahlene Mehl zum Reifen in großen Säcken für mehrere Wochen aufgehängt und erst dann abgefüllt.

Es war eine ganz tolle Führung. Vielen Dank an Herrn Dr. Rolle, dass er sich die Zeit für uns genommen hat!

27. Mai 2015

Besuch zwischen Acker und Backstube

An einen Besuch zum Mühlentag in der Rolle-Mühle Waldkirchen, vor vielen Jahren, erinnere ich mich sehr gern. Bei einer Führung wurde die Wasserkraftanlage erklärt und der Weg vom Korn zum Mehl. Es gab einen kleinen Hofladen und im Hof im strahlenden Sonnenschein herrlichen Kuchen. Seit dem bin ich den Produkten der Rolle-Mühle immer wieder bei Erzeugern begegnet, die feine, leckere Produkte herstellen und besonderen Wert auf gute, regionale Qualität legen. 
Deshalb freut es mich besonderen, das wir uns das nächste Mal zum Stammtisch am 05. Juni 2015, 18.00 Uhr in der Rolle-Mühle treffen. Wir bekommen eine exklusive Führung vom Geschäftsführer, Herrn Dr. Rolle persönlich, danach können wir uns mit ihm ausführlich unterhalten und beschließen den Abend mit einem gemeinsamen Essen. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt, es ist also günstig, sich so schnell wiemöglich anzumelden

19. Mai 2015

Der Weg zu perfekten Biobauern

Spätestens seit seinem Besuch auf dem Slow Food Weltkongress Terra Madre 2004 setzte Prince Charles mit seiner Rede deutliche Akzente bei Slow Food.
Der Thronfolger England setzt sich auch heute noch äußerst engagiert für nachhaltige Landwirtschaft ein. So engagiert, dass schon öffentlich darüber spekuliert wird, ob er mit einem derartigem Engagement überhaupt für die Thronfolge noch geeignet ist.
Der Film "Der Bauer und sein Prinz" bietet aufschlussreiche Einblicke in die Welt unserer Grundnahrungsmittel, ganz vom Ursprung her, ganz klar „geerdet“. Und er wird unseren Blickwinkel auf den englischen Thronfolger verändern, räumt mit voreiligen Urteilen und oberflächlichen Betrachtungen auf.

Wir freuen uns gemeinsam mit den Teams vom Alten Gasometer in Zwickau und Feinkost Dreissig am 2.6.2015 um 19:00 diesen Film zeigen zu können!

4. Mai 2015

Genussführer - wir testen gemeinsam und trainieren die Sinne - Neutester wie immer willkommen!

Das nächste Treffen im Convivium am 08. Mai 2015 ist vorerst ein Geheimnis und wo wir uns treffen erfährt jeder nach der Anmeldung. Nur so viel: es findet in einem Lokal im 10km Umkreis um Chemnitz statt und wir wollen einen Genussführerkandidaten testen. Schließlich sind wir immer auf der Suche denn: „Gasthäuser, in denen nach Slow Food­ Kriterien gekocht wird, sind ein Garant für genussvolles Essen und Trinken. „Gut, sauber und fair“ ist als Programm der regionalen Küche gefragter denn je. ... Wir sind voller Hoffnung, dass dieses Buch weiterhin kräftige Anstöße gibt, dass sich in den Gasthausküchen hierzulande langsam etwas zum Guten wendet."

25. April 2015

ZEIT-Kochtag (kleine Nachlese)

Die ZEIT und Frau Striegler hatten eingeladen und wir sind wieder sehr gern in den Bock nach Limbach­Oberfrohna gekommen. Diesmal nicht nur um verwöhnt zu werden, sondern um unter fachlicher Anleitung eines versierten Kochs selbst zur Tat zu schreiten. Wir haben feinste Zutaten geschnippelt, gerührt und natürlich immer wieder probiert. Ich will nicht zu viel verraten, aber ein Gedicht für Auge und Gaumen war ein frühlingsgrünes Risotto mit Bärlauch und Parmesan und als Krönung: in feine Streifen geschnittene und auf den Punkt gegarte Lammleber. Auch hauchdünn gebackene, gefüllte Crêpes, oder ein Brot­Tomaten­Kräuter­Salat standen bald auf dem sehr schön gestalteten Tisch und wir haben unsere „Werke“ verkostet, verspeist und für sehr gut befunden. Irgendwann waren wir satt, aber da war noch so ein süßer Appetit. Zack hatte Frau Striegler eine großartige Idee – aus der Küche kamen noch herrliche Desserts: Eierlikör-Parfait oder Sorbet – ein Träumchen. Es war sehr, sehr schön: Vielen Dank!

5. April 2015

SLOW-Cooking unter ZEIT-Druck

Wir haben weiße Ostern, wer hätte das gedacht. Schnee und Ostern – das passt nicht zusammen? Doch das passt! Die bunten Ostereier findet man im weißen Schnee viel schneller und Schokoladenostereier schmecken gekühlt sowieso am besten. Auf den Schneemann werden ein paar Ohren draufgesetzt und schon ist es ein Schneeosterhase.

Slow Food und Zeitdruck passen nicht zusammen? Doch das passt! Und wie das passt kann jeder selbst erleben. DIE ZEIT initiiert am 17. April 2015 einen Tag, an dem in ganz Deutschland Veranstaltungen rund ums Thema Kochen, Ernährung und Genuss stattfinden und das Convivium Südwest-Sachsen ist natürlich auch dabei. Unter dem Motto: „SLOW-Cooking unter ZEIT-Druck“ treffen wir uns um 19:00 Uhr im Restaurant Bock in Limbach-Oberfrohna. Die Veranstaltung ist auf 16 Teilnehmer limitiert. Daher bitten wir um eine rechtzeitige Anmeldung.


3. März 2015

Alte Traditionen verheißen den Frühling – sind die kulinarische Traditionen bereits ausgestorben?

Auf meinem Fensterstock steht seit dem Tag der heiligen Barbara, dem 04.12.2014, in einer Vase ein einzelner Kirschzweig. Es heißt, wenn man an dem Tag einen Zweig ins warme Zimmer holt, blüht er am Heiligen Abend und er bringt Glück im kommenden Jahr. Letztes Jahr hatte ich schon einen Versuch gestartet und den Zweig, ohne irgendeine Blüte, im Januar entsorgt. Dieses Mal hat der Zweig zu Weihnachten auch nicht geblüht, aber irgendwie habe ich vergessen ihn wegzuschmeißen. Exakt zwei Monate später: am 24.02. ist mir dann eine kleine, zauberhafte, weiße Blüte an dem dürren Störl aufgefallen und ich habe mich riesig gefreut – habe ich nun dieses Jahr Glück, oder nächstes Jahr, oder wie?

Auch Schneeglöckchen und Krokusse lucken zwischen dürrem Gras, Laub und Schnee heraus. Die Tage werden langsam länger, die Vögelein zwitschern so schön, die Sonne wärmt die Glieder – juhu, es wird Frühling und die Gärtner, Kleinbauern und Bauern stehen schon in den Startlöchern und überlegen, was dieses Jahr gedeihen könnte.
Und wir suchen auch in unserem Convivium Archekandidaten: „Slow Food will diese traditionellen Spezialitäten wieder bekannt machen, um sie zu erhalten. Seltene lokale Produkte können innerhalb weniger Generationen ganz verloren gehen, wenn sie nicht weiter angebaut, gezüchtet oder hergestellt werden - und mit ihnen das Wissen und Können um ihre Herstellung. Aber jeder kann sich für den Erhalt der seltenen Spezialitäten einsetzen, in dem er einen Kandidaten zur Arche des Geschmacks anmeldet, ein Arche-Erzeugnis isst oder die Geschichte des Produkts und seiner Erzeuger weitererzählt und lebendig hält. Derzeit beherbergt die Arche des Geschmacks in Deutschland etwa 50 Lebensmittelprodukte, die sogenannten Arche-Passagiere - weltweit sind es mehr als 1.700 Passagiere in über 80 Ländern.“
Gemeinsam werden wir keine trockenen Äste zum Leben erwecken, aber Biologische Vielfalt auf jeden Fall. Am 06.03.2015, 19:00 Uhr treffen wir uns wieder bei Feinkost Dreißig in Zwickau-Planitz. Das Thema ist dieses Mal: Aceto Balsamico – hmm. Wir freuen uns auf Sie, haben Sie sich schon angemeldet?

24. Februar 2015

Aceto Balsamico

Aceto Balsamico – ein herrlicher Klang – Aceto Balsamico, bei dem Wort fliegen die Gedanken davon… Es ist Sommer, es ist warm, man hat Urlaub und sitzt in einem schönen Restaurant, oder zu Hause auf dem Balkon mit lieben Menschen. Vor sich einen Teller mit reifen fruchtig-süßen Tomaten, darauf cremig-weicher Büffelmozzarella (Wieso eigentlich nicht Büffelinen-Mozzarella?), dazu Basilikum, schwarzer Pfeffer aus der Mühle und darauf – das I-Tüpfelchen – Aceto Balsamico. Er ist auch auf Eis eine Offenbarung.

Natürlich nicht irgendein Aceto Balsamico. Man könnte jetzt von eingedicktem Most aus spätgelesenen weißen Weintrauben erzählen, die mehrere Jahre mit verschiedenen Holzfässern  Freundschaft schließen und die Aromen jeder einzelnen Holzart in sich aufnehmen. Man könnte von Aceto Balsamico di Modena und von Aceto Balsamico Tradizionale erzählen, aber schließlich kann das jeder selbst nachlesen. Was beim Lesen fehlt ist das sinnliche Erleben – wie sich diese edlen Tropfen auf der Zunge anfühlen, wie sie im Gaumen und der Nase ihre Aromen entfalten. Am 06.03.2015 um 19.00 Uhr treffen wir uns bei Feinkost Dreißig in Zwickau-Planitz um zu erleben, wie verschiedene hochwertige, Gut – Sauber – Fair hergestellte Aceto Balsamico schmecken und sich im Gaumen anfühlen.

Antje Hohl

16. Februar 2015

Wein genießen (und wählen) in Limbach-Oberfrohna

Was ist schöner als eine Kerze? – Zwei Kerzen.

Was ist schöner als ein Genießer? – Viele Genießer.

Wo findet man viele Genießer? – Fast jeden ersten Freitag im Monat, irgendwo in Südwest-Sachsen bei einem Treffen von Slow Food. Immer unter dem Motto – Gut – Sauber – Fair.

Wo ist ein Leuchtturm für Gut – Sauber – Fair in Sachsen? – Im Hotel & Restaurant Bock in Limbach-Oberfrohna bei Frau Striegler und ihrem Team.

Das erste 2015er Treffen von Slow Food fand am 07.02. statt. Als wir nach einer stressigen Arbeitswoche und ziemlich verstopften Straßen im Bock ankamen, war alles schon für uns vorbereitet. Im Kamin brannte anheimelnd ein Feuer, eine Tafel war wunderschön gedeckt und angerichtet,  PC, Beamer und Leinwand waren einsatzbereit und ein Tisch mit einer Vielzahl von Weingläsern ließ unseren Gaumen leicht trocken werden. Wir brauchten nur noch anzukommen, ein paar Gänge runterzuschalten und uns zu setzten.
Als alle Platz genommen hatten, zeigte uns Herr Schreiter viele, ganz toll aufbereitete Informationen über die letzten beiden Jahre im Slow Food Convivium Südwest-Sachsen und einen kleinen Ausblick auf 2015.

Ich bin erst seit Mitte 2014 bei Slow Food und habe tolle Treffen verpasst. Mein erstes Treffen mit Slow Food war in der Privatbrauerei Blechschmidt aus Treuen im Vogtland (Sachsen). Man macht sich ja so seine Gedanken, wenn man irgendwo neu ist: „Wie wird es sein? Wie sind die Leute?“ Meine Erwartungen wurden zu 333 % mit * übertroffen. Die Leute waren nett, wir haben von Herrn Blechschmidt eine Menge über Bier, Bierbrauen und vieles mehr erfahren und über die Geschichte der Bierbrauerfamilie, leider bisher ohne Happy End. Es gibt dort ein Museum mit tausenden alten Dingen aus Landwirtschaft, Bierherstellung und eine funktionierende alte Dampfmaschine zu bestaunen. Und die Krönung: das Bier schmeckt echt lecker. Organisiert und für das leckere Essen  gesorgt hatte Herr Krause. Ich kann jedem empfehlen, mal nach Treuen zu fahren.

Für dieses Jahr sind schon wieder tolle Treffen geplant. Einer der ersten Termine in diesem Jahr ist am 17. April 2015 der bundesweite Kochtag der Wochenzeitung DIE ZEIT in Zusammenarbeit mit Slow Food Deutschland unter dem Motto "So isst Deutschland!" und wir freuen uns über jede Idee von Euch, oder einfach über Euer Kommen. Genaueres erfahrt Ihr auf der Seite von Slow Food.

Nach den Infos stand die Wahl einer neuen Convivienleitung auf dem Programm. Herr Schreiter wurde als Convivienleiter wiedergewählt. Frau Striegler, Frau Hohl und Herr Otto verstärken das Leitungsteam.


Nach dem „offiziellen Teil“ wurden die Gläser gefüllt und wir haben uns unter fachlicher Anleitung und mit vielen Informationen von Frau Striegler den Wein schmecken lassen. Auch das Essen war eine Sensation. Ich hatte Feldsalat mit Leber und gebratenem Chicorée. Der Chicorée hatte Aromen, die hätte ich ihm nie zugetraut. Ich koche auch sehr gern, aber ein leidenschaftlicher Profikoch, de Fachleit ahm, kann aus einem Lebensmittel noch ganz andere Aromen herauskitzeln. Nach diesem Salat brachte mir der nette Kellner das nächste Highlight: hausgemachte Pasta mit roter Bete, Orangen und Walnüssen. Die rote Bete vom Guidohof ist aber auch lecker, gar nicht zu vergleichen mit den „Sauer eingelegten Kellerstufen“ von meiner Oma. Ein Vegetarier wird wahrscheinlich nie aus mir, aber wenn vegetarisches Essen so hervorragend schmeckt, lasse ich gern das Schweinchen noch ein paar Wochen im Stall grunzen und die Kuh auf der Weide kauen.
Mit leckerem Essen im Bauch, aus hervorragenden regionalen Zutaten – Gut – Sauber – Fair zubereitet und leckerem Wein im Blut endete der Abend mit schönen Gesprächen.

Sollte jemand beim Lesen dieser Zeilen Appetit und Lust bekommen haben, bei einem der nächsten Treffen dabei zu sein – wir freuen uns auf Euch. Schließlich treffen wir uns nicht nur um zu schlemmen und zu genießen, wir wollen immer mehr werden und uns austauschen, um die Welt jeden Tag ein kleines Bisschen besser zu machen, denn mit Messer und Gabel in der Hand kann man schlecht schießen und mit netten Menschen am Tisch und beim Schnippeln von Gemüse kommt man gar nicht auf die Idee.