25. Juni 2015

Sommerliches Genussführertraining - Teil 2

Auf zum 2. Genußführertraining am 3.Juli um 19:00! Wo es diesmal genau hingeht verraten wir wie immer erst nach der Anmeldung. Es wird diesmal ein erzgebirgisches Sommermärchen und wir treffen uns im östlichen Bereich unseres Conviviums. 
Jetzt aber schnell anmelden. Wir haben 10 Plätze für unsere Gruppe reserviert!





13. Juni 2015

Aus Korn wird Mehl

Eine Mühle ist eine ganz besondere, eigene Welt. Nicht umsonst ranken sich viele Mythen und Legenden um Mühlen und Müller. Es existieren noch viele Mühlen, die oft liebevoll und mit großen Anstrengungen erhalten werden. Sie können ganzjährig als Museum und manche nur am Pfingstmontag besichtigt werden. In der Rolle­Mühle geht definitiv alles mit rechten Dingen zu.Sie ist eine Getreidemühle in unserer Region, in der noch produziert wird. Wir durften uns davon bei einer exklusiven Führung durch Herrn Dr. Rolle überzeugen.
Unsere Führung begann an der Wasserkraftanlage. Sie liefert normalerweise den Strom für die Mühle und hat immerhin eine Leistung von 170 kW, das sind ca. 230 PS. Die meisten Autos haben heutzutage 100 PS, also 100 PS um von A nach B zu gelangen. Hier reicht die Kraft um viele Maschinen gleichzeitig anzutreiben und Strom ins Netz abzugeben. Und diese Energie liefert der Fluss, es ist also auch eine umweltfreundliche Energieerzeugung.


Heute stand die Anlage still, es war zu wenig Wasser im Fluss. Das der Fluss auch gefährlich sein kann, konnte man nur erahnen, denn außen am Generatorhaus zeugte eine Tafel vom letzten Hochwasser. Selbst für die Fische im Fluss ist gesorgt, seit 2011 gibt es eine Fischtreppe.
Danach führte uns der Rundgang in die Mühle. Alle Maschinen standen auch hier still, schließlich war Freitagabend, aber sonst hätte auch niemand verstanden, was Herr Dr. Rolle Interessantes erzählt hat. Im Erdgeschoss werden die Getreidekörner in mehreren Walzenstühlen langsam gemahlen, damit sich das Mehl nicht zu sehr erhitzt und wertvolle Inhaltsstoffe erhalten bleiben.
Der Weitertransport des gemahlenen Korns erfolgt dann mit Luft durch viele Röhren in die nächsten Etagen. In der obersten Etage hat es wunderbar gerochen, wie frisches Brot. Was wie, wo und wann genau passiert, kann man nur erahnen. Das Getreide wird so oft gemahlen, bis daraus das gewünschte Produkt entstanden ist. Am Ende der Produktionsprozesse stehen verschiedene Erzeugnisse, die es hier vor Ort gleich im Mühlenladen zu kaufen gibt und die auch zu vielen Bäckern und in Geschäfte geliefert werden.

Wir haben von Herrn Dr. Rolle auch erfahren, dass:


  • die Rolle­Mühle vorzugsweise Ihr Getreide von Bauern aus der Region bezieht.
  • die Backmischungen für Brot und Kuchen hier nur aus natürlichen Zutaten, ohne chemische Zusatzstoffe hergestellt werden.
  • Gelbweizen eine regionale Weizenart ist, die schön gelb aussieht und gute Backeigenschaften besitzt.
  • schon seit 1993 Biogetreide regionaler Bauern hier vermahlen werden.
  • selbstgebackenes Brot aus frischgemahlenem Vollkorn anders schmeckt, als das vom Bäcker, weil Mehl sich besser verarbeiten lässt, wenn es vor der Verarbeitung reifen kann.


In der Rolle­Mühle wird das frischgemahlene Mehl zum Reifen in großen Säcken für mehrere Wochen aufgehängt und erst dann abgefüllt.

Es war eine ganz tolle Führung. Vielen Dank an Herrn Dr. Rolle, dass er sich die Zeit für uns genommen hat!