13. September 2016

Slowfood im Landgarten Potpourri



Es gibt Orte, da fühlt man sich einfach wohl. An einem schönen warmen Sommerabend lauschten wir auf Bänken unter Bäumen im Landkarten Potpourri in Mülsen/Ot Wulm, inmitten von Skudden-Schafen, Pommernenten, Hofhund und Honigbienen dem Inhaber dieser Idylle Sebastian Kramer, der uns mit der Theorie der Permakultur vertraut machte. Seine Devise heißt: „Vielfalt statt Einfalt! Unterstützen statt Konkurrieren!“ Die ethischen Grundlagen der Permakultur sind: Achtsamer Umgang mit der Erde, mit den Menschen und Selbstbegrenzung (Wachstumsrücknahme) und Überschuss-Verteilung. Die ursprüngliche Definition der Permakultur nach Bill Mollison lautet: „Permakultur ist das bewusste Design sowie die Unterhaltung von landwirtschaftlich produktiven Ökosystemen, die die Diversität, Stabilität und Widerstandsfähigkeit von natürlichen Ökosystemen besitzen. Die Philosophie hinter Permakultur ist eine Philosophie, die mit und nicht gegen die Natur arbeitet, eine Philosophie der fortlaufenden und überlegten Observation und nicht der fortlaufenden und gedankenlosen Aktion; sie betrachtet Systeme in all ihren Funktionen, anstatt nur eine Art von Ertrag von ihnen zu verlangen, und sie erlaubt Systemen, ihre eigenen Evolutionen zu demonstrieren.“

Wie die Umsetzung dieser Theorie in unserer Gegend praktisch aussieht, davon konnten wir uns im Anschluss bei einem Rundgang durch den Landgarten ein Bild machen. Eine Art des Anbaus sind Hochbeete - Hügelbeete. Ihr Vorteil ist eine größere Anbaufläche und durch den Aufbau aus Holz-, Laub- und Astschnitt eine erhöhte Erdtemperatur, dementsprechend eine Verlängerung der nutzbaren Anbauzeit. Auf diesen Beeten wachsen Bohnen, Kohlrabi, Grünkohl, Salat, Rotkohl, Sonnenblumen, Tomaten und vieles mehr friedlich und gegenseitig unterstützend nebeneinander. Bei Saatgut setzt Sebastian Kramer auf samenfeste, altbewährte Kulturen, Selbstaussaat und Direktsaat und zieht Samen und Jungpflanzen möglichst selbst. Diese Pflanzen sind an diesen Standort angepasst, robuster und weniger anfällig. Sie werden nicht verhätschelt und müssen sich in dem Umfeld behaupten, dadurch können sie viel mehr der für uns Menschen wertvollen Inhaltsstoffe ausbilden, was man natürlich im Endprodukt auch schmeckt.

Davon konnten wir uns nach dem Rundgang selbst überzeugen. Steffi Gruß hatte Tomaten-Carpaccio mit feinem Dressing und schönen Blüten, selbstgebackenes Brot und Zucchinisuppe vorbereitet, was wir uns zum Abschluss des interessanten Abends, bei schönen Gesprächen munden ließen.



16. Februar 2016

Kräuterschnaps im Erzgebirge - alte Traditionen erleben

Bei unserem nächsten Treffen am 04.03.2016, 18:00 Uhr, in der Art Distill in Markersbach, Dorfstraße 10 erwarten uns verschiedenste edle Spirituosen. Wir stellen eine Kräutermischung selbst her, die unter Anleitung von Destillateurmeister Philipp Fournes in ein hochprozentiges Wässerchen verwandelt wird. Während des Brennvorgangs macht uns Herr Fournes mit allerlei Geheimnissen rund um die Destilliervorgänge vertraut und wir können Spirituosen aus eigener Herstellung verkosten. Zum Schluss bekommt jeder ein kleines Präsent mit besonderem Logo. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, deshalb bitte für diese Veranstaltung bis zum 19.02.2016 anmelden.
Im Anschluss an das geistige Vergnügen (gegen 20:00) stärken wir uns und testen ein Gasthaus in der Nähe der Brennerei.

6. Februar 2016

THEMA: ERZGEBIRGISCHE BÖHMISCHE KÜCHE




5.Februar 2016 Stammtisch des Slowfood Convivium Südwest-Sachsen im AmbrossGut Schönbrunn.

Wie das Video zeigt waren alle Teilnehmer voll beschäftigt mit der Herstellellung verschiedener Köstlichkeiten aus den Erzgebirge unter anderem wagten wir uns an den Schieböcker Käse.  



Hier das Rezept: 

SCHIEBBÖCKER-KÄSE

Zutaten:

100 g Butter oder Sahne

170 ml helles Bier

2-3 Harzer Roller oder anderen Magermilchkäse, ohne weißen Kern

1 Camembert Käse

Salz, Pfeffer und/oder Knoblauch



Zubereitung:
In einer Pfanne, Tiegel oder Topf die Butter schmelzen lassen, oder Sahne erhitzen, das Bier dazu geben. Den Magermilchkäse klein schneiden und dazu geben. Vom Camembert den Edelschimmel abschneiden und kleingeschnitten ebenfalls dazugeben.
Jetzt 10 bis 15 Minuten immerzu rühren, damit nichts anbrennt. Der Käse wird immer dickflüssiger, darauf achten, dass er keine Klümpchen mehr bildet. Wenn der Käse zu fest wird, etwas Bier dazugeben.
Nun den Käse kräftig salzen, Pfeffern und Kümmel (und/oder Knoblauch) dazugeben. Alles nochmal gut umrühren, in eine Schüssel oder in Gläser füllen und etwa 24 Stunden im Kühlschrank lagern.
Je nach Konsistenz ist er dick-streichfähig oder kann in Scheiben geschnitten werden.



Der Schiebböcker-Käse wird z.B. mit Zwiebelringen belegt zu Schwarzbrot serviert, oder auf mit Schweine- oder Gänseschmalz bestrichene Schwarzbrotscheiben zum Bier gereicht.



Quelle: Gotthard Schicker, Gastro-Studie Erzgebirge