9. Dezember 2017

Das Neinerlaa

Das Neinerlaa gehört in der Weihnachtszeit genau so zum Erzgebirge wie der Schwibbuung und die Raachrmannl. Was hat es eigentlich auf sich mit dem Neunerlei-Essen? Erste (schriftliche) Zeugnisse gehen zurück auf das Heiligohmdlied aus dem 18. Jh. (Johanne Amalie von Elterlein, um 1799):
Mer ham a Neunerlä gekucht,
a Worscht unn Sauerkraut.
Mei Mutter hot sich o geploocht,
die alte, gute Haut.
(9. Strophe)

Neun Speisen, jede mit einer (glückbringenden) Bedeutung, werden auch in der TOPFMARKTSCHEUNE Burkhardtsdorf (ein Slow Food Genussführer-Restaurant) serviert:

Selbstgebackenes Brot und Salz - damit dieses im nächsten Jahr nicht ausgeht
Heringssalat - damit man den Winter gut übersteht
Rote Bete Salat - sollen Freude und Glück bringen
Linseneintopf - dass einem das Kleingeld nicht ausgeht
Braten von der Ente - damit einem das Glück treu bleibt
Bratwurst - steht zum Erhalt von Herzlichkeit und Kraft
Kartoffelklöße mit Semmelbutter - damit einem nicht das große Geld ausgeht
Sauerkraut - damit einem das Leben nicht sauer wird
Semmelmilch (Kuchenbrot mit Vanillesoße) - soll Gesundheit und Segen bringen

So vielfältig wie das Erzgebirge ist, so verschieden ist auch das Neinerlaa. Probiert es aus!
Im Dezember 2018 wird das Convivium Südwest-Sachsen zum Neinarlaa-Assn einladen-Vorfreude ist die schönste Freude!
Stern, Eiskristall, Eis, Form, Frost
 

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